Solfeggio-Frequenzen – heilende Wirkung oder Audio-Esoterik? (inkl. Infografik)

Solfeggio Titelbild (inkl Infografik und Pfeil)

Den Solfeggio-Frequenzen wird nachgesagt, eine heilsame Wirkung auf die Gesundheit zu haben. In diesem Artikel möchte ich beleuchten, ob das wirklich stimmt und was man allgemein unter dem Begriff Solfeggio-Frequenzen versteht. Außerdem werde ich Dir die wichtigsten dieser Frequenzen vorstellen. Am Ende des Artikels findest Du eine Übersicht in Form einer Infografik, die alle Frequenzen zeigt.

Physikalische Grundlagen über Akustik und Schall

Um überhaupt verstehen zu können, was Solfeggio-Frequenzen sind, müssen wir uns ein paar physikalische Begriffe und deren Definitionen anschauen.

Unter dem Begriff Schall versteht man Schwingungen, die sich in der Luft oder in einem anderen Medium (beispielsweise Wasser) wellenförmig ausbreiten. Schall ist manchmal eher tonal und manchmal eher geräuschhaft (beispielsweise bei weißem Rauschen). Bei tonalen Klängen, wie sie zum Beispiel in der Musik vorkommen, lässt sich relativ einfach eine Grundfrequenz ermitteln. Diese Grundfrequenz entspricht der Tonhöhe des Tons und wird in Hertz (kurz: Hz) angegeben. Die Hertz-Zahl gibt den Wert der Schwingungen pro Sekunde an.

Wenn Du eine Taste auf dem Klavier spielst, dann enthält der Ton außer der Grundfrequenz noch weitere Frequenzen, die als Obertöne bezeichnet werden. In einem ausführlichen Artikel auf www.dominik-braun.net erläutere ich noch detaillierter die Zusammenhänge von Frequenzen in der Musik. Dort findest Du übrigens auch zwei Tabellen mit Frequenzen, um Instrumente zu stimmen: eine Tabelle basierend auf 440 Hz und eine Tabelle basierend auf 432 Hz.

Reine Sinustöne enthalten keine Obertöne, sondern bestehen aus nur einer einzigen Frequenz. Das kann hilfreich sein, um zum Beispiel Dein Gehör zu testen. So kannst Du in diesem Hörtest auf meinem Blog das Alter Deiner Ohren ermitteln.

Woher stammt der Begriff Solfeggio-Frequenz?

Der Ursprung der Solfeggio-Frequenzen lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Dort bildeten sie eine Ton-Skala, die aus 6 Tönen bestand und für Gesangsübungen von Mönchen verwendet wurde. Jeder dieser Töne hat nicht nur eine bestimmte Frequenz, sondern auch eine Silbe, die dieser Frequenz zugeordnet werden kann. Diese Silben stammen wiederum aus den Textzeilen einer Hymne, die für Johannes den Täufer verfasst wurde (siehe auch Johannes-Hymnus). In dieser Hymne heißt es:

Ut queant laxis / resonare fibris
mira gestorum / famuli tuorum
solve polluti / labii reatum
Sancte Iohannes.

Die Anfangssilben entsprechen dabei den Solfeggio-Frequenzen, nämlich:

  • UT
  • RE
  • MI
  • FA
  • SOL
  • LA

Das bedeutet, dass jeder dieser 6 Silben eine konkrete Frequenz zugeordnet werden kann. Welche Silbe welcher Frequenz entspricht, verrate ich Dir im nächsten Abschnitt.

Das sind die 6 wichtigsten Solfeggio-Frequenzen

In diesem Abschnitt möchte ich Dir die 6 wichtigsten Solfeggio-Frequenzen mit ihren dazugehörigen Silben vorstellen. Außerdem verrate ich Dir, welche gesundheitliche Wirkung den jeweiligen Frequenzen nachgesagt wird und welchem Chakra sich die Frequenzen zuordnen lassen. Da jedem Chakra wiederum auch eine Farbe sowie eine Silbe aus dem indischen Sanskrit zugeordnet werden kann, lassen sich diese Farben beziehungsweise Silben auch auf die Solfeggio-Frequenzen übertragen. Entsprechend findest Du in der folgenden Auflistung für jede Frequenz die jeweilige Silbe aus dem Johannes-Hymnus, das zugeordnete Chakra inklusive der dazugehörigen Farbe und indischen Silbe sowie die Wirkung, die dieser Frequenz nachgesagt wird.

396 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „UT (queant laxis)“
  • Zugeordnetes Chakra: Wurzel-Chakra
  • Farbe: Rot
  • Indische Silbe: „Lam“
  • Wirkung: Frequenz der Befreiung von Schuld, Angst und negativen Blockaden
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 396 Hz downloaden

417 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „RE(sonare fibris)“
  • Zugeordnetes Chakra: Sakral-Chakra
  • Farbe: Orange
  • Indische Silbe: „Vam“
  • Wirkung: Frequenz der Resonanz mit dem Universum – um Situationen rückgängig zu machen, Traumata zu verarbeiten und Veränderungen zu erleichtern
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 417 Hz downloaden

528 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „MI(ra gestorum)“
  • Zugeordnetes Chakra: Solarplexus-Chakra
  • Farbe: Gelb
  • Indische Silbe: „Ram“
  • Wirkung: Frequenz der Transformation, Wunder und DNA-Heilung
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 528 Hz downloaden

639 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „FA(muli tuorum)“
  • Zugeordnetes Chakra: Herz-Chakra
  • Farbe: Grün
  • Indische Silbe: „Yam“
  • Wirkung: Frequenz für harmonische Beziehungen und bessere Kommunikation
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 639 Hz downloaden

741 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „SOL(ve polluti)“
  • Zugeordnetes Chakra: Hals-Chakra
  • Farbe: Hellblau
  • Indische Silbe: „Ham“
  • Wirkung: Frequenz des Selbstausdrucks, der Intuition und der Lösungsfindung
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 741 Hz downloaden

852 Hz

  • Entsprechende Silbe aus dem Johannes-Hymnus: „LA(bii reatum)“
  • Zugeordnetes Chakra: Stirn-Chakra
  • Farbe: Dunkelblau
  • Indische Silbe: „Om“
  • Wirkung: Frequenz der Rückkehr zur spirituellen Ordnung
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

>> Meditationsmusik in 852 Hz downloaden

Weitere besondere Frequenzen

Auch wenn in der Regel meistens nur von 6 verschiedenen Frequenzen die Rede ist, gibt es noch weitere Solfeggio-Frequenzen.

174 Hz gilt als die Frequenz der Erdenergie. Dieser Schwingung wird nachgesagt, eine heilende Wirkung auf das Schmerzempfinden zu haben. (hier Meditationsmusik in 174 Hz downloaden)

285 Hz gilt als die Frequenz der Regeneration. Dieser Schwingung wird nachgesagt, sie würde den Heilungsprozess physischer Verletzungen positiv beeinflussen. (hier Meditationsmusik in 285 Hz downloaden)

963 Hz gilt als die Frequenz der göttlichen Energie und der Verbundenheit mit der Natur. Diese Solfeggio-Frequenz kann zudem dem Kronen-Chakra zugeordnet werden. Diesem wiederum wird die Farbe Violett und der innere Klang des Körpers sowie die Stille zugeordnet. (hier Meditationsmusik in 963 Hz downloaden)


>> Alle 6 Solfeggio-Frequenzen in einem Video

>> Alle 9 Solfeggio-Frequenzen in einem Video


Eine weitere besondere Frequenz ist 432 Hz, der in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung zukommt. Für sehr lange Zeit wurden Musikinstrumente so gestimmt, dass eben das mittlere A einer Frequenz von 432 Hz entsprach. Später wurde der Kammerton A mit einer Frequenz von 440 Hz als Standard für die Stimmung von Instrumenten verwendet. Wenn Du Musik in 440 Hz mit Musik in 432 Hz miteinander vergleichst, wirst Du vielleicht keinen großen Unterschied hören. Allerdings gibt es viele Menschen, die behaupten, man könne einen Unterschied spüren, da Musik in 432 Hz eine besondere Schwingung habe, die auf Körper und Geist wirke.

Haben diese Frequenzen wirklich eine heilende Wirkung?

Eine der wichtigsten Personen, die die Solfeggio-Frequenzen erforscht haben, war Nikola Tesla. Dieser hat in den Frequenzen einen magischen Code erkannt. Denn: Das Besondere an den Solfeggio-Frequenzen ist, dass deren Quersumme immer durch die Zahl 3 teilbar ist. Schließlich ist die Quersumme aller hier vorgestellten Frequenzen entweder 3 beziehungsweise 6 oder 9. Und genau diesen Zahlen hat Tesla eine besondere, göttliche Wirkung zugesprochen.

Nun ist allerdings auch diese Untersuchung nicht wirklich wissenschaftlich. Du fragst Dich jetzt bestimmt, ob es nicht doch irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen gibt, die die heilende Wirkung der Solfeggio-Frequenzen bestätigt. Es gab tatsächlich einige Forschungen in dieser Richtung. So konnte eine japanische Studie die stressreduzierende Wirkung von 528 Hz nachweisen. Zudem zeigte die Studie, dass es einen Zusammenhang gibt, auf Basis welcher Frequenz die Musik komponiert wurde. Eine weitere Studie aus Italien zeigte den positiven Einfluss von Musik in 432 Hz während einer Zahnbehandlung.

Jedoch sind längst nicht alle positiven Effekte, die die Solfeggio-Frequenzen haben sollen, wissenschaftlich bewiesen.

Wie klingen Solfeggio-Frequenzen?

Wie bereits weiter oben erwähnt, enthalten Klänge außer dem Grundton noch weitere Obertöne. Das bedeutet also, dass beispielsweise Klangschalen oder Gongs, die auf 528 Hz gestimmt sind, außer den 528 Hz noch weitere Frequenzen enthalten. Klänge, die ausschließlich nur eine einzige Frequenz beinhalten, gibt es nicht in der Natur, sondern nur im Computer… 😉

Das bedeutet auch, dass die Videos mit Solfeggio-Frequenzen, wie Du sie auf YouTube findest, noch weitere Frequenzen enthalten. Auch die Videos weiter oben im Text bei jeder einzelnen Frequenz enthalten außer dem Grundton weitere Obertöne.

Insgesamt gibt es 3 mögliche Herangehensweisen, wie man als Musiker Solfeggio-Frequenzen produzieren kann:

  • Super-pure Solfeggio-Frequenzen ohne Obertöne: Mithilfe von Synthesizern lassen sich Sinus-Wellen erzeugen, die ausschließlich aus einer Frequenz bestehen. Diese Töne sind dann wirklich super-pure Solfeggio-Frequenzen ohne weitere Obertöne. Aber ganz ehrlich: Zum Entspannen eignen sich diese Töne nicht, da sie nicht gerade sehr angenehm klingen. Ich habe auf YouTube ein Video, auf dem Du Dir mal anhören kannst, wie das Ganze dann klingt.
  • Musik, die in einer bestimmten Frequenz produziert ist: Die herkömmliche Musik heutzutage ist in 440 Hz produziert. Das bedeutet aber nicht, dass ein Musikstück dann nur 440 Hz plus die dazugehörigen Obertöne enthält. Die 440 Hz entsprechen vielmehr einem A. Und ein Musikstück, das beispielsweise in A-Moll geschrieben ist, kann noch weitere Töne enthalten (H, C, D, E, F, G). Das A ist in diesem Fall der Grundton des Musikstücks, um den herum alles andere aufgebaut ist. Überträgt man diesen Ansatz auf die Solfeggio-Frequenzen, dann bedeutet das, dass man zum Beispiel ein Musikstück in 528 Hz schreiben kann, wenn man C als seinen Grundton definiert. Dieses C ist dann aber eben auf 528 Hz gestimmt, anstatt auf die üblichen 523 Hz. (Hier findest Du 9 Frequenztabellen, um Deine Musik nach den Solfeggio-Frequenzen zu stimmen.)
  • Pure Solfeggio-Frequenzen: Diese Methode ist ein Kompromiss aus den beiden anderen Methoden. Es wird ausschließlich ein Ton in einer Skala angespielt. Dieser enthält zwar die natürlichen Obertöne des Instruments, jedoch keine weiteren Töne einer Skala. Dieses Phänomen hast Du, wenn Du mit unterschiedlicher Artikulation einen Gong oder eine Klangschale spielst.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solfeggio-Frequenzen spezielle Frequenzen sind, die ursprünglich aus dem Mittelalter stammen. Diesen wird zwar eine heilende Wirkung nachgesagt, die allerdings größtenteils wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Trotzdem lassen sich diese Frequenzen wunderbar mit anderen Dingen kombinieren, die erwiesenermaßen eine wohltuende Wirkung haben – wie ASMR beispielsweise. Auch während der Rauhnächte bietet es sich an, Meditationmusik in den Solfeggio-Frequenzen zu hören.

Es gibt insgesamt 6 wesentliche Frequenzen, zu denen im Laufe der Zeit 3 weitere hinzugekommen sind, sodass man insgesamt von 9 verschiedenen Solfeggio-Frequenzen sprechen kann. Einige dieser Frequenzen lassen sich darüber hinaus ganz konkret den 7 Chakren des menschlichen Körpers zuordnen.

Infografik Solfeggio-Frequenzen
Infografik Solfeggio-Frequenzen (Zum Vergrößern anklicken)

Hier kannst Du die obige Infografik, die alle 9 Solfeggio-Frequenzen in der Übersicht zeigt, im PDF-Format herunterladen.

Eine weitere spannende Frequenz ist außerdem 432 Hz, auf die in unserer Kultur früher die Musikinstrumente gestimmt wurden.


Über den Autor:

Dominik Braun Profilbild v2

Dominik Braun ist Audio-Experte für Coaches und Therapeuten. Als Gründer von Work-Life-Balance-Coach.com hat er es geschafft, seine Leidenschaft für Sound und Musik mit der für Natur, Achtsamkeit und Spiritualität zu vereinen. Darüber hinaus unterstützt er mit verschiedenen Dienstleistungen Selbstverleger bei ihrem Weg zum eigenen Buch.
Webseite: www.dominik-braun.net


** Bildnachweis: Titelbild dieses Beitrages von Content Pixie auf Unsplash


Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert