Rauhnächte: Zeit der Einkehr & Rituale [Tabelle zum Download]

Rauhnacht Titelbild (mit Tabelle)

Die Rauhnächte sind eine magische Zeit um Weihnachten und Silvester herum, die viele spirituelle Menschen in Form von Bräuchen und Ritualen zelebrieren. In diesem Artikel stelle ich Dir zunächst den Begriff Rauhnacht und seinen geschichtlichen Hintergrund vor. Danach widme ich mich den unterschiedlichen Ritualen sowie Bräuchen und verrate Dir, wie auch Du die Rauhnächte feiern kannst, um Dein Leben im neuen Jahr positiv zu verändern. Dafür findest Du am Ende des Beitrags eine Tabelle, die Du kostenlos herunterladen kannst.

Was genau sind die Rauhnächte?

Als Rauhnächte werden die 12 Tage bezeichnet, die zwischen dem 25. Dezember und 5. Januar liegen. Dabei fällt die 1. Rauhnacht auf den 25. Dezember, während die 12. und damit letzte Rauhnacht des entsprechenden Winters auf den 5. Januar fällt.

Schon früher war es zu dieser Zeit so, dass man glaubte, der geistigen Welt näher zu sein. Denn es sind nun mal die dunkelsten Tage im Jahr. Und wohingegen wir heute Licht und Strom hatten, konnte man sich damals eben nur mit Kerzen helfen, um etwas gegen die Dunkelheit zu tun. Doch trotzdem war es den meisten Menschen unheimlich zumute. Deshalb hatte man damals schon einige Bräuche und Rituale entwickelt, um sich vor bösen Geistern schützen zu können. Auf die Bräuche und Rituale werde ich weiter unten nochmal genauer eingehen.

Was machst Du persönlich, wenn es draußen ungemütlich wird, weil es kalt und dunkel ist? Wahrscheinlich gehst Du nach innen! Das habe ich jetzt zwar wörtlich gemeint, man kann es aber auch im übertragenen Sinn verstehen: Du gehst in Dich, um nach Deinem Innenleben zu schauen. Aus diesem Grund sind die Rauhnächte heutzutage für viele Menschen eine Zeit der Stille und des Anhaltens. In einer Welt, die sich ständig dreht und die vieles von uns abverlangt, bekommen die meisten von uns um die Weihnachtszeit herum die Gelegenheit, endlich einmal anzuhalten und nach den eigenen Bedürfnissen zu schauen. Es ist wie eine kleine Auszeit.

Übrigens haben die Rauhnächte ihren Ursprung im Übergang vom Mondkalender auf den Sonnenkalender. Denn das Mondjahr hat nur 354 Tage, während das Sonnenjahr 12 Tage mehr hat. Und eben jene fehlenden 12 Tage sind die Rauhnächte.

Rituale und Bräuche zu den Rauhnächten

Wie ich eben schon erwähnt habe, gab es früher schon einige Rituale und Bräuche zu den Rauhnächten. Auf diese möchte ich nun näher eingehen.

Das erste wichtige Ritual zur damaligen Zeit war das Räuchern, was auch dazu führte, dass man diese 12 Tage und Nächte als „Rauch-Nächte“ bezeichnete. Auch heute noch werden Räucherstäbchen und Räucherschalen eingesetzt. Dabei werden unter anderem Myrrhe, Zedernholz oder Weihrauch verwendet.

Ein weiterer Brauch zu den Rauhnächten war es, einmal Ordnung in seinem Leben zu schaffen und Dinge auszusortieren. Allerdings machte man dies vor der ersten Rauhnacht, da es sonst angeblich Unglück bringen würde. Ebenso erzählte man sich, dass man zwischen dem 25. Dezember und dem 5. Januar seine Wäsche nicht draußen vor das Haus hängen sollte, da sich sonst die Geister in der Kleidung verfangen würden. Um eben jene Geister zu vertreiben, war es üblich, dass man viel Krach machte. Das ist mit ein Grund, weshalb wir es auch heutzutage noch an Silvester so richtig krachen lassen.

Das Aufstellen von Kerzen zählte ebenfalls zu den Bräuchen von damals, da man nicht nur die Dunkelheit so bekämpfte, sondern auch böse Geister vertreiben wollte.

Außerdem gibt es das Ritual, dass man 13 Wünsche für das neue Jahr auf Zetteln aufschreibt und diese dann verbrennt. Wie genau dieses Ritual funktioniert, erfährst Du weiter unten im Text.

Das klingt wahrscheinlich für Dich jetzt erstmal alles ein bisschen überholt. Doch es gibt auch viele zeitgemäße Rituale, mit denen Du die Rauhnächte feiern kannst. Auf diese Aspekte möchte ich nun näher eingehen.

So kannst Du selbst die Rauhnächte feiern

Spannenderweise kann jeder einzelnen Rauhnacht ein Thema und ein Monat im neuen Jahr zugeordnet werden. So steht die 1. Rauhnacht beispielsweise ganz im Zeichen des Loslassens und wird dem Januar im neuen Jahr zugeordnet. Das bedeutet, dass Dir alles, was Du am 25. Dezember erlebst, wichtige Hinweise auf den Januar im neuen Jahr gibt. Achte dabei auf folgende Dinge:

  • Welche Träume hast Du nachts?
  • Wie ist das Wetter?
  • Mit wem hast Du Kontakt?
  • Welche besonderen Zeichen begegnen Dir?
  • Hast Du bestimmte Visionen?

Um all diese Fragen besser zu beantworten, macht es Sinn, ein Rauhnacht-Tagebuch zu führen. Dies ermöglicht Dir zudem, dass Du Dir später im neuen Jahr Deine Aufzeichnungen nochmals anschauen kannst, um zu vergleichen oder Antworten auf Deine dann aktuellen Lebensfragen zu finden. Ein solches Tagebuch und Notizbuch ist mein „Rauhnächte Journal“, das ich für genau diesen Anlass gestaltet habe. Es dient Dir als eine Art spiritueller Begleiter, damit Du diese mystische Zeit voll und ganz für Dich nutzen kannst. Anhand von wertvollen Impulsen und Inspirationen führt es Dich liebevoll durch jede einzelne Rauhnacht und gibt Dir außerdem wichtige Leitfragen zu bestimmten Themen mit auf den Weg, über die Du nachdenken kannst. Und natürlich bietet es Dir ausreichend Platz für Notizen, sodass Du all Deine Beobachtungen und Reflexionen auch aufschreiben kannst. Enthalten ist ebenso ein Kapitel über die 13 Wünsche.

Rauhnächte-Buch (Cover von vorne 3D) Breitbild

Hier mal ein kleiner Blick in das Buch:

Das Buch ist als Softcover und als Hardcover erhältlich: „Rauhnächte Journal“ von Dominik Braun auf Amazon

Deine 13 Wünsche an das neue Jahr

Wie bereits erwähnt kann jeder Rauhnacht nicht nur ein Thema (zum Beispiel Selbstliebe, Achtsamkeit, Dankbarkeit), sondern auch ein Monat für das kommende Jahr zugeordnet werden. Bei 12 Raunächten sind das also 12 Monate, sodass das Jahr komplett abgedeckt ist. Diesen Fakt macht sich das Ritual mit den 13 Wünschen zunutze. Es funktioniert wie folgt: Noch vor Beginn der Rauhnächte – am besten zur Wintersonnenwende am 21. Dezember – sammelst Du alle Wünsche, die Du an das neue Jahr hast und schreibst sie auf. Dies ist zunächst ein sogenanntes Brainstorming. Das heißt, dass Du alles sammeln darfst. Wenn Du damit fertig bist, dann wählst Du aus allen Wünschen die 13 Stück aus, die Dir am wichtigsten erscheinen. Kreise sie in Deiner Sammlung ein und übertrage dann jeden einzelnen Wunsch auf einen separaten kleinen Papierzettel.

Diese 13 Papierzettel begleiten Dich nun durch jede Rauhnacht. Denn an jedem Abend darfst Du einen dieser Zettel ziehen, ohne ihn jedoch zu öffnen. Du wirfst ihn verschlossen ins Feuer und übergibst ihn damit dem Universum, damit Dein Wunsch in Erfüllung gehen kann. Der Zettel, den Du am 25. Dezember ins Feuer wirfst, enthält den Wunsch, der im Januar des neues Jahres in Erfüllung gehen darf. Am 26. Dezember wirfst Du dann den Wunsch für den Februar ins Feuer und so weiter. Eine Übersicht über die konkrete Zuordnung von Rauhnacht und Monat findest Du im nächsten Abschnitt.

Da Du 13 Zettel hast, aber es nur 12 Rauhnächte gibt, wird zwangsläufig ein Zettel am Ende übrig bleiben. Diesen darfst Du dann am 5. Januar öffnen und anschauen. Der Wunsch, der auf diesem Zettel steht, ist das Über-Thema für das neue Jahr. Anders als die 12 vorangegangen Wünsche wird Dir dieser Wunsch aber nicht mithilfe des Universums erfüllt. Stattdessen darfst Du Dich sozusagen selbst darum kümmern.

Übersicht: Alle Rauhnächte und ihre zugehörigen Themen und Monate

Ich hatte es Dir ja versprochen: Hier findest Du nun eine Übersicht, welcher Rauhnacht welches konkrete Datum und welches Thema sowie welcher Monat im neuen Jahr zugeordnet werden kann:

Rauhnacht Datum Zugeordneter Monat Thema
1 25. Dezember Januar Loslassen
2 26. Dezember Februar Stille
3 27. Dezember März Innenschau
4 28. Dezember April Selbstbewusstsein
5 29. Dezember Mai Selbstfürsorge
6 30. Dezember Juni Vergebung
7 31. Dezember Juli Gefühle
8 1. Januar August Transformation
9 2. Januar September Evaluation
10 3. Januar Oktober Achtsamkeit
11 4. Januar November Dankbarkeit
12 5. Januar Dezember Zusammenhänge

Eine schönere Form der Tabelle kannst Du hier als PDF kostenlos herunterladen, um sie beispielsweise auszudrucken und in Deine Wohnung zu hängen. Sie stammt aus dem oben vorgestellten Buch von mir.

Rauhnacht-Tabelle bewerben v2

Wie feierst Du diese wundervolle Zeit?

Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie Du die Rauhnächte zelebrieren kannst. Ich beispielsweise meditiere in dieser Zeit besonders gerne und höre Musik, die die inneren Prozesse unterstützt. Das können entspannende Klänge allgemein oder Solfeggio-Frequenzen im Speziellen sein. Dieses Musikstück in 528 Hz passt wunderbar zum Thema Transformation:

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Gibt es Aspekte zu dem Thema, die ich noch vergessen habe? Mit welchen Ritualen begehst Du die Rauhnächte? Lass es mich gerne wissen in den Kommentaren! 💫🙏


Über den Autor:

Dominik Braun Profilbild v2

Dominik Braun ist Audio-Experte für Coaches und Therapeuten. Als Gründer von Work-Life-Balance-Coach.com hat er es geschafft, seine Leidenschaft für Sound und Musik mit der für Natur, Achtsamkeit und Spiritualität zu vereinen. Darüber hinaus unterstützt er mit verschiedenen Dienstleistungen Selbstverleger bei ihrem Weg zum eigenen Buch.
Webseite: www.dominik-braun.net


** Bildnachweis: Titelbild dieses Beitrages von Greg Rakozy auf Unsplash


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