Basische Ernährung: 5 Tipps für mehr Energie und Wohlbefinden

Obst und Gemüse

Die meisten Krankheiten entstehen durch Fehlernährung oder Stress. Wie wäre es, wenn Du Dein Leben selbst in die Hand nehmen und es durch ganz einfache Maßnahmen positiv beeinflussen kannst? Wie das geht und was Du selber tun kannst, zeige ich Dir in diesem Artikel über die basische Ernährung.


Disclaimer: Einige der in diesem Beitrag vorgestellten naturheilkundlichen beziehungsweise alternativmedizinischen (Therapie-)methoden sind bisher naturwissenschaftlich noch nicht bewiesen und gelten von der Schulmedizin als nicht anerkannt. Bei ernsthaften gesundheitlichen Problemen solltest Du einen Arzt aufsuchen.


Kennst Du das?

  • Du bist häufig energielos und schlapp?
  • Du fühlst Dich morgens nach dem Aufstehen trotz ausreichendem Schlaf noch müde?
  • Du nimmst trotz magerer Kost zu?
  • Du hast des Öfteren Sodbrennen oder Magen-Darm-Beschwerden?
  • Deine Haare werden dünner oder fallen vermehrt aus, Deine Nägel sind brüchig?
  • Du leidest unter Verspannungen oder sogar Muskel- oder Gelenkschmerzen?
  • Dein Körper duldet Cellulite?

Wenn Du nur einen Punkt mit „ja“ beantworten kannst, ist auch bei Dir vermutlich der Säure-Basen-Haushalt gestört.

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Der Säure-Basen-Haushalt beschreibt ein Regelsystem des Körpers, welches dafür sorgt, dass der pH-Wert im Blut konstant bei 7,36 bis 7,42 gehalten wird. Dieser leicht alkalische pH-Wert wird durch verschiedene Parameter reguliert:

  • Ausscheidung von Säuren über die Nieren – deshalb ist es so wichtig, dass wir ausreichend trinken (idealerweise viel stilles Wasser)
  • Abatmen von Säuren über die Lungen – darum müssen wir uns regelmäßig an der frischen Luft bewegen
  • Regulation über das Säure-Basen-Puffersystem im Blut

Im Körper fallen durch verschiedene Stoffwechseltätigkeiten jederzeit Säuren an. Einen Teil dieser Säuren kann der Organismus durch Mineralstoffe neutralisieren. Bekommt er jedoch ständig ein Zuviel an Säuren, werden diese an Fett und Wasser gebunden im Bindegewebe eingelagert. Bei Frauen zeigt sich das häufig durch die unbeliebte Cellulite.

Leider werden die oben genannten „Warnsignale des Körpers“ oft von uns ignoriert. In der Regel werden die meisten Autos besser gepflegt als unser eigener Körper. Wenn beim Auto die Öllampe leuchtet, dann fahren wir in die Werkstatt und lassen das teuerste Öl auffüllen. Aber was machen wir, wenn es bei uns irgendwo zwickt? Wir denken: „Das wird schon wieder!“ Etwas für sich tun? Nicht nötig, keine Zeit, kein Geld… Dies sind nur ein paar der üblichen Ausreden, die wir dann haben.

Der pH-Wert im Blut muss stets konstant bei 7,36 bis 7,42 gehalten werden und darf nur minimal schwanken. Eine Entgleisung führt uns auf die Intensivstation des Krankenhauses! Deshalb werden die Säuren aus dem Blut ins Bindegewebe transportiert und dort eingelagert. Außerdem werden auch die Gelenke als Säuredepots benutzt.

Werden dem Körper nicht ausreichend Mineralstoffe zugeführt, geht er an die körpereigenen Mineralstoffdepots. Diese sind vor allem Haare, Haut, Nägel, Sehnen, Knorpel, Zähne und Knochen. So können Krankheiten wie Arthrose entstehen, weil zum Beispiel Knorpel abgebaut wird.

Diese Säuren können in Deinem Körper entstehen:

  • Harnsäure durch Fleischkonsum – durch zu viel Harnsäure kann Gicht entstehen
  • Essigsäure durch Süßes (Weißzucker) und Fettes
  • Kohlensäure durch kohlensäurehaltige Getränke
  • Gerbsäure durch Kaffee und schwarzen Tee
  • Salpetersäure durch diverse Käsesorten
  • Schwefelsäure durch Fleisch, vor allem Schweinefleisch
  • Milchsäure durch vermehrte Muskeltätigkeit – deshalb sind viele Leistungssportler übersäuert, wenn sie nicht auf ihre Ernährung achten

So kannst Du Deinen Körper entsäuern

Ganz einfach: Indem Du vermehrt basische Lebensmittel zu Dir nimmst und stark säurebildende Lebensmittel meidest, kannst Du Deinen Körper entsäuern.

Basische Lebensmittel sind:

  • Obst
  • Trockenobst, wenn es ungeschwefelt und ungezuckert ist
  • Gemüse, Rohkost und Salat
  • Kräuter
  • Sprossen und Keimlinge
  • Saaten wie Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Kürbiskerne
  • Kokos
  • Mandeln
  • Kräutertees
  • Pilze und Algen

Gute säurebildende Lebensmittel sind:

  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornmehle
  • Pseudogetreide wie Amaranth, Buchweizen, Quinoa
  • Tofu ohne Zusatzstoffe
  • Grüner Tee
  • Lupinenkaffee

Alles andere wie zum Beispiel tierische Produkte, Zucker, Weißmehl sowie Genussmittel wie Kaffee und Alkohol wird sauer verstoffwechselt!

Unser „Wunderwerk“ Körper ist in der Lage, circa 30 % der anfallenden Säuren zu neutralisieren. Dazu benötigt er Basen. (Du erinnerst Dich vielleicht an den Chemieunterricht? Säuren werden durch Basen neutralisiert.)

Viele Menschen starten ihren Tag mit Coffee-to-Go und Butterbrezel. Mittags gibt es Fastfood und abends Brot mit Wurst und Käse (bei uns im Schwarzwald heißt das „Vesper“). Zwischendurch wird der Heißhunger auf Süßes mit Schokolade und Co. gestillt, während der Kaffee die Müdigkeit verdrängt.

Reflektiere nun selbst für Dich, wie viel Prozent Du basisch unterwegs bist.

Und damit komme ich nun als nächstes zu meinen…

5 Tipps für mehr Energie und Wohlbefinden:

Tipp 1: Iss vermehrt basische Lebensmittel!

Achte einfach auf das Verhältnis von Basen zu Säuren. Der basische Anteil der Ernährung sollte 70 % (etwa zwei Drittel) ausmachen und der saure Anteil 30 % (etwa ein Drittel). Viele Ernährungsexperten raten sogar zu einem Anteil von 80% basisch und 20% sauer.

Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich jedoch, wie schwer es den Menschen fällt, ihre Ernährung umzustellen. Deshalb rate ich immer dazu, überhaupt erstmal zu beginnen – wohlwissend, dass mit der Zeit „weitere Stellschrauben gedreht“ werden können.

Dreh einfach den Spieß um! Wenn Du bisher im Restaurant Schnitzel mit Pommes bestellt hast, dann probier doch mal aus, das Schnitzel mit Gemüse zu essen. Vorweg noch ein Salat, dann hast Du die 70 % basisch schon.

Tipp 2: Säuren lösen

Durch einen Basentee werden die eingelagerten Säuren in ihre Bestandteile aufgespalten. Diese Tees enthalten Kräuter, die unsere Ausscheidungsorgane anregen, wie beispielsweise Brennnessel für die Nieren und Löwenzahn für die Leber. Achte darauf, dass Du den Tee langsam mit nur einer Tasse am Tag „einschleichst“. Sonst besteht die Gefahr, dass zu viele Säuren auf einmal gelöst werden, was sich unter anderem durch Kopf- oder Muskelschmerzen äußern kann.

Tipp 3: Neutralisierung

Hiermit meine ich Verstoffwechselung und Abtransport gelöster Säuren und Gifte durch vermehrte Zufuhr von Mineralien. Um sicherzugehen, dass Du ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt wirst, ist ein Basenpulver oder ein pflanzliches Zusatzprodukt zu empfehlen. Darin sind wichtige Mineralien wie Magnesium, Kalium und Calcium enthalten, die den Körper unterstützen.

Dies ist besonders wichtig, wenn Du eine Entsäuerungskur machst. Darüber hinaus ist es so, dass Sportler, Schwangere und Stillende einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen haben.

Tipp 4: Ausscheidung

Damit die gelösten Stoffe nun auch wirklich den Körper verlassen können, sind basische Anwendungen nötig. Dies geschieht über Vollbäder oder Fußbäder mit basischem Salz. Zusätzlich kannst Du den Körper vor dem Duschen mit einer Körperbürste bürsten und massieren. Das regt die Ausscheidung über die Haut und den Lymphfluss an. Ich empfehle zudem eine Darmreinigung, denn der Darm ist das „Schleusentor“ zur Entgiftung.

Achte auch auf regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Dadurch wird Kohlendioxid abgeatmet, dem Körper vermehrt Sauerstoff zugeführt und somit die Lunge entsäuert. Außerdem wurde nachgewiesen, dass bei körperlicher Bewegung das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird.

Tipp 5: Stress macht auch sauer!

Achte also darauf, dass Du Deinen Körper regelmäßig entstresst. Hierfür gibt es viele schöne Angebote und jeder darf seine optimale Methode für sich finden. Wenn Du nun auch noch gleichmäßig und tief in den Bauch hinein atmest, werden tiefere Bereiche der Lunge belebt und das Zwerchfell entspannt. Zusätzlich wird der Lymphfluss gefördert und die Verdauungsorgane massiert. Eines solltest Du wissen: Die meisten Menschen atmen zu flach, was zu Verspannungen führt. Dagegen aktiviert eine tiefe Bauchatmung unseren Entspannungsnerv und bringt somit Entspannung.

Fazit

Ich selbst liebe die basenüberschüssige Ernährung. Es ist alles erlaubt, Du achtest einfach nur auf das Verhältnis von Basen zu Säuren. Meine Patienten und Kursteilnehmer sind immer wieder erstaunt, wie einfach es geht.

Eine Frau hat mich einmal umarmt und gesagt:

„Ich habe auf einmal so viel Energie, ich weiß gar nicht wohin damit.“

Überzeuge Dich selbst und probiere es aus. Erlebe, wie es sich anfühlt, wenn Dein Körper nicht mehr sauer auf Dich ist.


Über die Autorin:

Claudia Moser Profilbild rund

Claudia Moser ist Darmexpertin und Deine Wegbegleiterin für Darmgesundheit. Als Heilpraktikerin hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen dabei zu helfen, ihre Darmgesundheit zurückzugewinnen und ein erfülltes Leben zu führen. Die basenüberschüssige Ernährung ist ihr Herzensthema. Hierzu bietet sie nicht nur regelmäßig Online-Kurse an, sondern hält auch Vorträge darüber.
Webseite: www.darm-gesundheit-ortenau.de


** Bildnachweis: Titelbild dieses Beitrags von engin akyurt auf Unsplash


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